Start › Axolotl-Mitbewohner

Axolotl — welche Mitbewohner passen?

Die kurze Antwort: keine. Der Axolotl gehört in ein Artenbecken, und das hat gute Gründe. Diese Seite erklärt, warum — und warum das keine Einschränkung ist.

Die Temperatur schließt fast alles aus

Axolotl sind Kaltwassertiere und brauchen 16 bis 18 °C. Die allermeisten Aquarienfische, Garnelen und Schnecken kommen aus tropischen Gewässern und brauchen 22 bis 28 °C.

Das ist keine Nuance, sondern ein grundsätzlicher Widerspruch. Bei 17 °C sind tropische Tiere dauerhaft unterkühlt: Sie werden träge, fressen schlecht und werden anfällig für Krankheiten. Setzen Sie die Temperatur höher, leidet der Axolotl. Es gibt keinen Kompromiss, bei dem es beiden gut geht.

Und dann ist da noch das Fressen

Axolotl saugen ihr Futter blitzschnell ein. Alles, was in ihr Maul passt, wird über kurz oder lang eingesogen — kleine Fische, Garnelen, Schnecken. Das ist kein Zeichen von Aggression, sondern schlicht ihr Jagdverhalten.

Umgekehrt gilt dasselbe: Größere Fische knabbern an den empfindlichen Kiemenästen des Axolotls. Diese außenliegenden Federkiemen sind verletzlich, und angeknabberte Kiemen entzünden sich leicht.

Auch zwei Axolotl sind nicht selbstverständlich

Mehrere Axolotl zusammen können funktionieren, aber nur unter Bedingungen: gleiche Größe und ausreichend Platz. Ein kleinerer Axolotl neben einem größeren wird als Futter betrachtet — Kiemen und Beine werden abgebissen. Halten Sie ausschließlich gleich große Tiere zusammen und rechnen Sie mit etwa 80 bis 100 Litern pro Tier.

Kurz gesagt: Ein Axolotl-Becken ist ein Artenbecken mit feinem Sand, Verstecken und kühlem Wasser. Wer darauf verzichtet und doch kombiniert, riskiert Verletzungen — beim Axolotl ebenso wie bei den Mitbewohnern.

Kaltwasserfische? Auch keine gute Idee

Die naheliegende Idee ist ein Fisch, der dieselbe Temperatur mag: ein Goldfisch, ein Bitterling, ein Kardinalfisch. Bei der Temperatur passt das, beim Rest nicht. Goldfische knabbern an allem, was sich bewegt, und die Kiemenäste eines Axolotls bewegen sich ständig. Sie wühlen den Sand auf, werden schnell zu groß und produzieren viel Abfall.

Kleine Kaltwasserfische sind dagegen genau das, was ein Axolotl in der Natur frisst. Früher oder später sind sie weg.

Was Sie stattdessen tun können

Ein Artenbecken muss nicht leer aussehen. Zwei oder drei gleich große Axolotl in einem Becken mit großer Grundfläche zeigen mehr Verhalten als ein einzelnes Tier, solange jeder seinen Rückzugsort hat.

Rechnen Sie mit 80 bis 100 Litern pro Tier und füttern Sie an mehreren Stellen gleichzeitig, damit sich kein Tier beim Fressen bedrängt fühlt und niemand versehentlich ins Bein des Nachbarn beißt.

Dazu kommen Pflanzen, die einzigen Mitbewohner ohne Haken: Anubias und Javafarn auf Wurzeln, Javamoos, Wasserpest als Hintergrund. Alle vertragen kühles Wasser und schwaches Licht, und der Axolotl lässt sie in Ruhe. Höchstens schiebt er beim Laufen einen Trieb um.

Woran Sie merken, dass etwas nicht stimmt

Nach vorn gebogene Kiemenäste, ein eingerollter Schwanz, Verweigerung des Futters oder ein Tier, das ständig an der Oberfläche hängt: Das sind Stresszeichen.

Sie treten in Gemeinschaftsbecken fast immer auf, weil entweder die Temperatur zu hoch ist oder ein Mitbewohner die Kiemen angeknabbert hat. Im Artenbecken bei 16 bis 18 °C sehen Sie sie selten. Mehr zur Haltung steht unter Axolotl pflegen.

→ Axolotl ansehen · → Golden Albino Axolotl

Häufige Fragen

Kann ich Garnelen zum Axolotl setzen?

Nein. Neocaridina-Garnelen brauchen 18–26 °C, der Axolotl 16–18 °C. Und Garnelen werden eingesogen; für einen Axolotl sind sie schlicht Futter.

Können zwei Axolotl zusammen leben?

Ja, unter Bedingungen: gleiche Größe und genug Platz, etwa 80–100 Liter pro Tier. Ein kleinerer Axolotl neben einem größeren wird angegriffen; Kiemen und Beine werden abgebissen. Halten Sie nur gleich große Tiere zusammen.

Welche Schnecken passen zum Axolotl?

Keine. Kleine Schnecken werden eingesogen, wobei das Gehäuse zu inneren Verletzungen führen kann. Apfelschnecken brauchen zudem 20–28 °C und wären bei Axolotl-Temperaturen dauerhaft unterkühlt.

Gehen Kaltwasserfische wie Goldfische?

Nein. Die Temperatur würde passen, aber Goldfische knabbern an den Kiemenästen, wühlen den Sand auf und werden zu groß. Kleine Kaltwasserfische landen umgekehrt im Maul des Axolotls.

Warum ist die Temperatur so entscheidend?

Weil sie die Kombination unmöglich macht. Axolotl brauchen 16–18 °C, tropische Aquarientiere 22–28 °C. Bei einem Kompromiss von 20 °C ist der Axolotl bereits gestresst und die tropischen Tiere sind unterkühlt. Es gibt keinen Bereich, in dem es beiden gut geht.

Und Pflanzen?

Pflanzen sind die einzigen Mitbewohner ohne Haken. Anubias, Javafarn, Javamoos und Wasserpest vertragen kühles Wasser und wenig Licht. Der Axolotl ignoriert sie, höchstens schiebt er sie beim Laufen um.